FOKUSTHEMA:
SmartCity – Die Zukunft unserer Städte
mit Rundgang durch die SmartCity Ahaus
Vorträge von: Dieter van Acken; Botschafter TOBIT Software Laboratories AG, Ahaus; Klaus Scherer, SmartHome-Initative Deutschland e.V (Netzwerk West/NRW); Peder Bergan, MBA; Geschäftsführer METAPOTT GmbH, Ex-Leiter SmartCity Innovation Center Duisburg; Carsten Tum, Geschäftsführer Innovation City Management GmbH (ICM), Bottrop; Antonius Fischer, energielenker, Münster.
Anwesend waren 20 Teilnehmer mit viel Kompetenz, Erfahrung und Interesse am Fokusthema, viele neue Erkenntnisse bei den Vorträgen und beim Rundgang durch die Smart City/Digitalstadt Ahaus. Den Abschluss bildete das Netzwerken mit Imbiss in einem optisch spannendem Restaurant. HINWEIS: für weitere Expertenrunden werden laufend Gastgeber, Fokusthemen und dazu passende Referent/en/innen gesucht. Vorschläge jederzeit gerne unter ksc@smarthome-deutschland.de
SmartCity-Rundgang in der #Digitalstadt Ahaus (Dieter van Acken)
Wichtigste Erkenntnisse aus den Praxisdemos beim Rundgang: die besichtigten SmartCityPraxislösungen SmartHotel, SmartShop und SmartBikeRental sind voll und selbstverständlich in das Alltagsleben von Ahaus integriert. Die technischen Lösungen sind kosteneffizient, einfach bedienbar und robust. Die zentralen technischen Elemente sind ein Webportal für die beteiligten angemeldeten Bürger und QR-Codes an Installationen und Objekten, die mit der SmartCity-App mit den SmartPhones der Nutzer scanbar sind. Verbesserungen folgen direkt aus der Nutzung in der Praxis, dadurch haben die einzelnen Lösungen aber auch die City Ahaus den Charakter eines „Living Labs“.
Weitere Infos unter: https://digitalstadt-ahaus.de
Informationen zu SmartHome-Deutschland und zum Netzwerk NRW („SmartHomeNRW“)
Günther Ohland (Vorsitzender SmartHome-Deutschland) informierte über aktuelle und geplante Aktivitäten von SmartHome-Deutschland. Weitere Infos hierzu: Smarthome Deutschland (smarthome-deutschland.de)
Klaus Scherer gab dann einen kurzen Überblick über die Aktivitäten des Netzwerk West („SmartHomeNRW“) mit den mittlerweile 33 Expertenrunden seit 2015, den Kontakten zur NRW-Politik, -Forschung und Bildung und zur einschlägigen Wirtschaft. Ergänzend gab es Information zu begleiteten und unterstützten Innovations- und Förderprojekten im Bereich SmartHome. Weitere Infos unter: Netzwerk West – Smarthome Deutschland (smarthome-deutschland.de) Zum Einstieg in die Vortragsserie und die Podiumsrunde beleuchtete er das Fokusthema SmartCity aus dem speziellen Blickwinkel von SmartHome/Building als wichtige Komponente von SmartCities. HINWEIS: weitere Informationen, auch zu den Vorträgen finden sich in den Foliensets der Vorträge, die allen Teilnehmern der Expertenrunden zur Verfügung gestellt werden.
Wichtige Erkenntnisse aus den Vorträgen:
So geht SmartCity – Lernen von der Digitalstadt Ahaus (Dieter van Acken)
Zu Planungsbeginn ist eine klare Zieldefinition als Grundlage für die Entscheidungen der Politik und der privaten Inverstoren und Akteure gefordert: z.B. Digitalstadt Ahaus: Innenstadtbelebung, sichern der grünen Mobilität für Alle, sichern der Nahversorgung, funktionierende Gastronomie inkl. Hotels, neue Freizeitangebote, sichern einer effizienten Verwaltung. Maßnahmen und Strategie zur Zielerreichung: zentrale ID (Identifikationsnummer) etablieren, vertikal denken, selber Erfahrungen machen lassen, disruptiv transformieren, Ängste abbauen.
Integrierte energetische Quartiersentwicklung als Teil von SmartCity (Carsten Tum)
Herausforderungen: Emissionsminderung, Energiewende, Klimaneutralität, Klimaresilenz, ganzheitliche positive Umweltwirkungen. Für die Kommunen: regenerative Energieversorgung, nachhaltige Stadtentwicklung, umweltneutrale Mobilität, nachhaltiger Konsum, Gesundheitsvorsorge, CO2-freie Gebäude, nachhaltige Wasserwirtschaft, umweltschonender ÖPNV, soziale Ausgewogenheit, klimaneutrale Gewerbe. Lösungsangebot ICM: Konzepte klimagerechter Stadtumbau, „enkelfähige Stadt“ Maßnahmen zur Zielerreichungim Modellprojekt Bottrop: Reduktion und Kompensation kombinieren, Kernteam aus den Fachbereichen Raumplanung, Geografie, Ingenieurwesen, Wirtschaft, Recht, Verwaltung bilden; Bürger zu Akteuren des Klimaschutz machen; Zentrum für Information und Beratung betreiben; Masterplan 2013 erstellt; Leitfaden erstellt (Gebrauchsanleitung); Ergebnisse Modellprojekt Bottrop: von 2010 bis 2020 50% CO2 reduziert !!!; 312 Watt installierter Photovoltaik pro Kopf, Düsseldorf 60,7 Watt; 25% weniger Energieverbrauch; ca. 4000 Energieberatungen; über 300 Einzelprojekte; Durch ICM wurden bis heute 17 weitere Kommunen und 20 Quartiere beraten.
Smart City & Digitale Transformation neu denken (Peder Bergan)
Kernthese: Weiterbildung als Fundament für Kulturwandel und Innovation; aktuell bremst die fehlende Weiterbildung der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst die digitale Transformation in den Behörden. Im Bezug auf Digital Leadership sowie die Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen halten sich die Befragten in der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft vergleichsweise für am schlechtesten aufgestellt. Das „Digital Skill Gap“ wird immer größer ! KI ist eine neue Chance.
Maßnahmen: Realisierungsabsicht der Politik herstellen, Kompetentes Kernteam mit den benötigten Fachkenntnissen unterschiedlicher Fachrichtungen bilden und finanziell absichern, auch über Förderzuschüsse und privates Kapital der lokalen Player. Intensive Information und Motivation der Bürger.Ziel: „wir schaffen gemeinsam die Wende, jeder ist dabei !“ Identifizierung und Bewertung von innovativen Ideen: Entwicklung von Mechanismen zur systematischen Erfassung und Auswahl von innovativen Ideen. Ressourcen-Allokation und Zeitmanagement: Effektive Planung und Zuweisung von Ressourcen (z. B. Finanzen, Personal, Technologie) zur Umsetzung innovativer Ideen. Förderung einer innovativen Unternehmenskultur: Schaffung eines Umfelds, das Innovation fördert und Mitarbeiter dazu ermutigt, neue Ideen einzubringen und umzusetzen. Die Entwicklung von Projekten ist daher für die Bewältigung der digitalen Transformation von entscheidender Bedeutung.
Energiemanagement mit LoRaWAN in der SmartCity (Antonius Fischer)
Mit Hilfe eines Energiemanagements werden Energieeinsparpotenziale identifiziert und gehoben. Zunächst werden Energieströme im Betrieb und die zugehörigen Energieträger erfasst und analysiert, darauf aufbauend dann Verbesserungsideen erarbeitet, auf Wirtschaftlichkeit bewertet und anschließend umgesetzt Wie gelangen die Daten ins System ? Manuelle Ablesung via APP → CSV Upload (durch Komma getrennte EXCEL-Daten) → EDIFACT (Smart-Meter, RLM) UN Datenformat → MQTT (offenes Netzwerkprotokoll für IoT)→ RestAPI (Application-Program-Interface Typ)→ LoraWAN (Long Range Wide Area Network, energieeffiziente Funktechnologie mit sehr hoher Reichweite, spez. für IoT Die Smart City ist viel mehr als nur ein Gerätepark von Hightech-Gadgets. Sie bringt eine neue Dimension ins urbane Zusammenleben, indem sie die „Schwarmintelligenz“ der Bewohner freisetzt. Das ermöglicht dann jedem Einzelnen „smarte“, weil relevant informierte Entscheidungen.