Gastgeber INNOFACT AG Düsseldorf
Fokusthema: „SmartHome – die Sicht des Kunden – Möglichkeiten und Grenzen der Marktforschung“
Wegen des parallel stattfindenden WM-Spiels Deutschland-Korea und wegen der räumlichen Gegebenheiten fand die NRW-Expertenrunde am 27.6.18 diesmal mit einem kleineren Teilnehmerkreis (18 Teilnehmer) statt. Im Nachhinein zeigte sich, dass der kleinere Kreis intensive Diskussionen und Informationsvermittlungen ermöglichte, was die Teilnehmer genauso positiv bewerteten wie die Tatsache, dass sie sich nicht das unerfreuliche Fußballspiel ansehen mussten.
Nach der Begrüßung durch den Gastgeber und einer kurzen Einführung durch Klaus Scherer informierte Herr Hans-Jochen Brückner von INNOFACT über die Struktur und das Leistungsangebot von INNOFACT.
Im Vortrag von Hans-Jochen Brückner, INNOFACT AG, Geschäftsbereichsleiter Energiemarktforschung, hatte den Titel „Von der Ermittlung der Bedürfnisse über die Beschreibung der Customer Journey bis hin zu Konzepttests alternativer Smart Home Angebote – Wertvolle Erkenntnisse der quantitativen Marktforschung“ Die innere Sicht der Kunden und des Marktes sind die kritischen Erfolgsfaktoren für profitable Geschäftsmodelle im Bereich Smart Home war die Kernthese. Herr Brückner stellte dabei die Methodik der „Customer Journey“ heraus als Marktforschungsinstrument zur besseren kundenorientierten Marktbearbeitung mit Entwicklungen der passenden Angebote und Produkte heraus.
Herr Dirk Ziems vom Marktforschungsinstitut concept m. aus Berlin hatte in seinem Vortrag „Psychologische Mehrwerte und motivationale Treiber und Barrieren von Smart Home Produkten“ besonders die psychologischen Hemmschwellen der Nutzer gegenüber SmartHome-Systemen im Blick. Dabei betonte er, dass der Erfolg von Smart-Home-Produkten besonders davon abzuhängen scheint, bei der Vermarktung den rein Technik-zentrierten Ansatz zu überwinden.
Herr Oliver Blumberg vom Markt-intern Verlag nannte seinen Vortrag „Die Marktbearbeitung von SmartHome-Anbietern – Welche Rolle spielt die Marktforschung ? „ Herr Blumberg analysierte dabei zunächst div. Marktbearbeitungsstrategien für SmartHome, wobei er immer noch eine zu starke Technikzentrierung in der Kommunikation feststellte. Auch div. Bedien- und Installationskonzepte sah er als Hindernisse einer erfolgreichen Vermarktung. Hier sollte die Markforschung neue Akzente setzen.
Die anschließende Podiumsrunde mit den Referenten und einem Dialog mit den Teilnehmern war internsiv und erkenntnisreich. Kernpunkte: in der Vergangenheit wurden div. Fehler bei der Produktgestaltung, bei der Kommunikation und bei den zu wenig überzeugenden Anwendungslösungen und ihrer Nutzeffekte gemacht. Die Marktforschung sollte diese Punkte in der Zukunft stärker in den Fokus nehmen und evtl. auch Handlungsempfehlungen für die Optimierung geben.
Ein Imbiss mit weiteren intensiven Diskussionen und weiterem persönlichen Kennenlernen beschlosss eine besondere Expertenrunde beim Gastgeber INNOFACT AG in einem außergewöhnlichen Gebäude (Gehry-Häuser im Düsseldorfer Medienhafen; „Tanzende Gebäude“).