So war die
13. Expertenrunde SmartHomeNRW der Landesgruppe NRW in der
SmartHome Initiative Deutschland e.V. am
22. März 2018 von 16.30 – 20.30 Uhr an der
HSG Hochschule für Gesundheit, Bochum
Mit dem Fokusthema „SmartHome für den Gesundheitsstandort Wohnung – Status und Perspektiven von Technik- und Anwendungslösungen“ fand am 22. März 2018 in der HSG „Hochschule für Gesundheit), Bochum auf Einladung des Gastgebers Prof. Dr. Wolfgang Deiters die mittlerweile 13. SmartHome-Expertenrunde der Landesgruppe NRW in der SmartHome-Initiative Deutschland statt.
Mit 42 Teilnehmern war die Veranstaltung wieder sehr gut besucht, was auch dem aktuellen und interessanten Fokusthema zu verdanken war. Nach der Begrüßung durch den Gastgeber Prof. Deiters gab Klaus Scherer als Leiter der Landesgruppe NRW noch eine kurze Einführung ins Fokusthema inkl. einer Erläuterung des oft in der Fachwelt verwendeten Begriffs „Ambient Assisted Living (AAL)“. Prof. Deiters informierte anschließend in seinem Vortrag über die Lehr- und Forschungsaktivitäten der Hochschule für Gesundheit, wobei die Ausbildung auf den Bereich der nichtärztlichen Berufe ausgerichtet ist. Interessant waren besonders die Ausführungen zu den Anwendungslaboren, auch für das Seniorenwohnen. Diese Labore dienen der Ausbildung, aber den praxisnahen Tests von Ausstattungen, Technikhilfen und auch von Arbeitsabläufen.
Frau Dr. Bettina Horster von der Fa. VIVAI stellte dann als Projektleiterin die wesentlichen Ziele und Lösungskonzepte des AAL-Innovationsprojekts „Smart Service Power (SSP)“ vor, dass vom Land NRW gefördert wird. Im Kern handelt es sich dabei um die lokale Integration von Komponenten für die Datengewinnung in Bereich des Seniorenwohnens und der Pflege. Über eine „Datendrehscheibe“ werden diese lokalen AAL-Systeme in der Wohnung an eine Datenplattform gekoppelt und mit notwendigen und gewünschten IT-Services und Auswertungen bis hin zur Notfallmeldung verknüpft.
In einem lebendigen Vortrag von Prof. Michael Prilla von der AAL-Akademie war sein grundlegendes Postulat: viele AAL Forschungs-Projekte haben nicht den Weg in die dauerhafteNutzung in der Praxis gefunden, was allgemein Zustimmung fand. Dann wurden die Gründe für ein Scheitern analysiert, wobei das mangelnde Zusammenspiel von Technik und Anwendung ganz vorne stand. Als wichtigste Gelingensbedingungen wurde deshalb die Akzeptanz der Technik bei den Anwendern genannt. Es folgten Erfahrungsberichte aus der Arbeit der AAL-Akademie, die dieses Feld als eines ihrer Schwerpunkte hat.
Enrico Löhrke von der inHaus-GmbH machte in seinem Vortrag deutlich, dass sich SmartHome-AAL- Systemlösungen mittlerweile schon viele Jahre in der Praxis bewährt haben und sich auch wirtschaftlich erfolgreich vermarkten lassen. Besonders die Aktivitätsauswertung über SmartHome-Sensorik mit anschließender Softwareauswertung und Erkennung unsicherer Situationen hat sich als sinnvoll und nachgefragt herausgestellt. Der Schwerpunkt der Anwendung dieser AAL-Systeme liegt zur Zeit im Bereich der stationären Pflege und im Bereich der Seniorenwohnanlagen mit Serviceleistungen. Eine intensive Podiumsrunde mit Fragen und Antworten zu den Vorträgen schloss den fachlichen Teil ab. Im Fokus standen neben den Diskussionen rund um das Thema passender AAL- Geschäftsmodelle mit den Unterschieden in Pflege- und Wohnungswirtschaft auf Fragen nach ausreichendem Datenschutz und anwendungsgerechter Gestaltung der Technik.
Den Abschluss bildete wie immer ein lockeres aber intensives Netzwerken mit Abendimbiss. Die Veranstaltung endete um 21 Uhr.
Die nächste SmartHomeNRW-Expertenrunde findet am 27. Juni 2018 bei der INNOFACT AG in Düsseldorf zum Fokusthema „SmartHome – die Sicht des Kunden; Möglichkeiten und Grenzen der Marktforschung“ statt.